JORDANIEN – eine magische Rundreise

Große Schönheit und noch größere Geschichte

 

Jordanien. Ein Land voller magischer Geschichten, wo Kreuzritterburgen, biblische Schauplätze und uralte Handelsstädte eine Landschaft zeichnen aus weiten Wüsten, dramatischen Bergen und Wadis (Canyons) – und dem tiefsten Punkt der Erde (-400m) am Toten Meer. Das kleine Königreich ist ein friedvolles und relativ tolerantes Land im Herzen 'einer harten Nachbarschaft' (Israel, Palästina, Irak, Syrien).

Unsere Jordanien Reise-Route

Amman-Madaba-Dana Naturreservat-Petra-Wadi Rum-Aqaba-Amman

  • 2 Wochen individuelle Mietwagen-Reise
  • Das kleine Land ist relativ einfach zu bereisen, von Amman bis Aqaba braucht man auf direktem Weg ca. 4 Stunden.
  • Beste Reisezeit für Jordanien sind Frühjahr und Herbst, wir reisten im April.
  • Aktuelle Einstufung JORDANIENS als Reiseland beim Auswärtigen Amt.
  • Jordanien Webcams Petra, Amman, Aqaba, Totes Meer
  • GROSSE JORDANIEN KARTE von Visit Jordan, guteJordanien Reiseseite.
  • Unsere Jordanien Rundreise auf Google Map
  • Selbstfahrer / Navigation. Ein Navi hat der Mietwagen nicht. Wir haben das Karten-App iOS von Google genutzt und uns leiten lassen. Ein USB-Kabel für den Zigarettenanzünder sollte man im Wagen zum Laden dabei haben.
  • Manche Jordanien Reisende empfehlen auch die App here-wego

TIPP: JORDANIEN GEHT AUCH IN NUR 1 WOCHE

 

Die Highlights von Jordanien lassen sich gut in 1 Woche unterbringen. Petra, Wadi Rum verbunden mit dem Besuch von Aqaba mit seinen Korallenriffen am Roten Meer oder auch dem Dana Nature Reserve. Von Amman gibt es Weiterflüge in den Süden nach Aqaba (mit dem Mietwagen ca. 4 Stunden).

Der JORDANPASS lohnt sich!

Der JORDANPASS ist eine sinnvolle Anschaffung – zumal einem die 50 Euro fürs Touristenvisum erlassen werden, wenn man ihn vor Ankunft kauft!

  • Die über 40 Attraktionen des Landes werden abgedeckt inklusive Petra, Wadi Rum, Jerash, Amman, Madaba, bedeutende Burgen und mehr.
  • Den Jordanpass gibt es zu 70 JOD, 75 JOD oder 80 JOD (Jordanische Dinar). Der Preis richtet sich nach den gewünschten Besuchstagen in der UNESCO Stadt Petra (1, 2 oder 3 Tagesticket) und liegt ca. um 88 bis 100 Euro. Aktueller Wechselkurs siehe im Währungsrechner.
  • JORDANPASS ONLINE (alle Informationen auch auf Deutsch)
  • JORDANIEN REISEN KNOW HOW 2016 plus die Autolandkarte. Gut sind die ausführlichen Beschreibungen der guten Touren und Wander-Tipps sowie der Kulturstätten. Zur Zeit der beste Reiseführer, dazu aktuell.
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  • Als Lesetipp: GEO SPECIAL SYRIEN JORDANIEN (zum reinschauen). Zwar von 2011, aber interessante Stories mit tollen Fotostrecken.

Verloren und wieder entdeckt

Um 600 v. Chr. regelrecht aus den Felsen gemeißelt, kontrollierte die strategisch wichtige Wüstenstadt lange die 'Weihrauchstrasse'. Ihre extrem geschützte, fast undurchdringliche Lage hinter schroffen Bergen, sowie die hoch entwickelte komplexe Wasserversorgung, ließen alle Karawanen des Orients mit ihren kostbaren Waren Station machten, was den Nabatäern hohe Zölle und Reichtum brachte. Als sich die Handelswege verlagerten, wurde die Stadt aufgegeben und von der Welt vergessen, bis etwa 1.000 Jahre später der Schweizer Forscher Johann Ludwig Burckhardt, als muslimischer Kaufmann verkleidet, die wundersame Stadt 1812 wieder entdeckte.

Lawrence von Arabien kann ich nur zustimmen. 'Jede Beschreibung muß vor dem eigenen Erleben der Stadt verblassen'.

Warum diese rosarote Königsstadt der Nabatäer zu den 7 neuen Weltwundern zählt, ist jedem augenblicklich klar, der sie einmal betreten hat!

 

 

Link: A walk around Petra


Auf dem JORDAN TRAIL durch die Natur-Highlights Jordaniens

600 Kilometer führt der Jordan Trail quer durchs Land. Durch spektakuläre Wadis (Canyons), durch die Wüstelandschaft des Wadi Rum oder die antike Stadt Petra. Von Um Qais im Norden bis Aqaba im Süden. Rund 40 Tage, die in Etappen untergliedert sind.

 

Auf der JORDAN TRAIL Webseite kann man sich alle Informationen holen, einzelne Etappen planen oder sich einer Gruppe anschließen. Jordan Trail auf Facebook.


Wirklich erstaunt waren wir von der ehrlichen Freundlichkeit der Jordanier. Kein Bakschisch und Spießrutenlauf, die sonst in der arabischen Welt zum ständigen Urlaubsbegleiter werden. Niemand verlangt etwas für eine Gefälligkeit oder versucht etwas zu verkaufen. Hier kommt man dem Gast nicht zu nahe - eine uralte Tradition, der man sich noch verpflichtet fühlt. Immer wieder werden wir auf den Strassen mit einem 'Welcome to Jordan' von Leuten begrüßt, die meist nur diese Worte Englisch sprechen. Andere fragen wie wir heißen, woher wir kommen und freuen sich, dass wir ihr Land, auf das sie so Stolz sind, besuchen – selbst die Polizeikontrollen. Sie verehren ihren König Abdallah II. und seine moderne Königin - was nicht zu übersehen ist – an jeder Ecke, in jedem Laden begegnet uns des Königs Antlitz.



Tipp: MADABA mit Abstecher ans Tote Meer

Erste Stopp Madaba

 

Die 'Mosaikenstadt' Madaba ist schneller (30km ca. 1/2 Stunde) vom Flughafen erreichbar als die Hauptstadt Amman. Es ist eine nette lebendige Stadt. Wir reisen abends an und bleiben 2 Nächte. Vormittags besichtigen wir die berühmte Palästina-Mosaikkarte aus 2 Mio. Steinchen in der St. Georgkirche (Sonntag nicht möglich!), den Archäologische Park, Hippolytus-Halle und Apostelkirche.

 

Auf dem Weg zum Toten Meer ein MUSS das Dead Sea Panorama Complex (interessantes Museum über das Tote Meer) mit sagenhaftem Blick über das Tote Meer bis nach Jerusalem und gutem Panorama Restaurant (Tripadvisor), wir hatten leckere Lammwürsten in Zitronensoße und Tabouleh. Von dort stürzt die Strasse ab zum Toten Meer auf minus 400 Meter unter Meeresspiegel. Seezugang gibt es nur über kostenpflichtige Badestätten (OBeach am ansprechendsten) oder in einigen Luxus-Hotels. Aus der Nähe ist das Tote Meer nicht mehr so reizvoll. Wichtig nach dem Baden das Abduschen! Das Wetter war nicht einladend, sonst hätten wir uns einmal in der klebrigen Salzlake treiben lassen (israelische Seite leitet ihre ungeklärte Abwässer rein). Auf dem Rückweg nach Madaba nach 16km ein biblischer Moment – als wir, wie einst Moses, von dem Berg Nebo auf das gelobte Land blicken weit über das fruchtbare Jordantal.

Gute englische Website über Madaba mit Film.

FEYNAN ECO LODGE - Minimalismus

FEYNAN ECO LODGE

Wir verlassen den King's Highway auf die Route 65 bis zur Abzweigung Feynan Eco Lodge Reception. Dort wird geparkt, ein Bedouine bringt uns in seinem alten Jeep in einer 1/2 Stunde bis zum Ziel. Ein relaxtes echtes Ecohotel mit gemütlichen und minimalistisch schönen Zimmern (Standard Zimmer sind schon groß). Abends, während die Gäste auf den empfehlenswerten, kostenlosen Sunset Walk mit Teezubereitung gehen, wird das ganze Hotel einzig mit Kerzen stimmungsvoll beleuchtet (auch die Zimmer). Beim leckeren, vegetarischen Abendessen (Buffet) unterm Sternenhimmel kann es etwas duster werden, aber doch romantisch.

Allabendliches Ritual auf der Dachterrasse: mit einem Tee machen wir es uns auf den Liegekissen bequem – über uns ein gigantisches Sternenfirmament zum 'Träumen'. Wenn es zu kühl wurde (März) saßen wir noch vor dem Kamin. Es liegt völlig abgeschieden, sonst gibt es dort nichts - für Ruhesuchende, Romantiker oder uns Outdoor- und Naturliebhaber genau der richtige Ort für 2 herrliche Wanderungen durch das Dana Naturreservat. Mitten in der Wüste bietet die Lodge ökologisch effizienten Komfort und unterstützt die hier verwurzelten Bedouinenstämme. Wer für den Preis ein perfektes Hotel mit professionellem Service erwartet, ist hier falsch (kein Alkohol, nur vegetarische Küche, wenig Elektrizität, keine Hotelfachkräfte aber inzwischen überall freies W-Lan). Alle Angestellten sind Beouinen, die auch die Touren und den Fahrservice übernehmen mit zum Teil sehr alten Jeeps. Manchem kommt alles zu teuer vor, aber nur so kann die Urbevölkerung in dieser Abgeschiedenheit überleben und ihre Kultur fortführen.